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Dienstag, 25 Oktober 2016 10:56

Code-Kapital Filterblasen manipulieren Ihre Meinung

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Durch manipulierte Suchergebnisse haben Unternehmen wie Google und Facebook das Potential Wahlen zu entscheiden

In der Netzwelt lebt es sich eintönig: Wir umgeben uns mit Gleichgesinnten, deren immer gleiche Meinung wir teilen. Gerade in politisch polarisierten Zeiten werden wir dadurch zur digitalen Manipuliermasse.

Schon 2004 warnte Cass Sunstein, Jura-Professor an der Universität Harvard, vor den Echokammern des Internets: In der digitalen Umgebung, so Sunstein, hallten auf Plattformen und Netzwerken lediglich unsere eigenen Präferenzen und Überzeugungen wider. Ein paar Jahre später mahnte der Internetaktivist Eli Pariser, die Algorithmen der größten IT-Firmen errechneten uns sogar Filterblasen, die die wahre Vielfalt an Meinungen im Netz – und der Realität – vor unserem eigenen Bildschirm fernhalten.

Der Effekt mag zunächst eine menschliche Tendenz widerspiegeln: Auch in der analogen Welt umgeben wir uns am liebsten mit Gleichgesinnten. Doch je öfter Suchmaschinen für uns vorab Treffer gewichten und soziale Medien zur ersten Informationsquelle werden, umso schneller wächst dieser Echoeffekt zum digitalen Tunnelblick heran.

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Gelesen 1310 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 11 Oktober 2017 11:45